ERASMUS in Frankreich & Hochzeit

Über den schönsten Tag im Leben, ein grosses Abenteuer und ganz viel Inspiration

Ein Beitrag von Fabian Wyssmann, Präsident

Am 29. und 30. August 2014 lief die zweite Ausgabe von License to Grill erfolgreich über die Bühne. Nebst der ganzen Arbeit blieb mir kaum Zeit, um richtig über das Event nachzudenken. Für mich und für Aaron Römer (Res. Sicherheit) ging das Abenteuer erst richtig los und weitere schlaflose Nächte folgten.

Am 5. September hat Aaron seine Frau Clémentine zivil geheiratet. Am Tag darauf folgte die kirchliche Hochzeit. Ich hatte die grosse Ehre, Aarons Trauzeuge zu sein. Herzliche Gratulation also auch im Namen des Vereins. Wir wünschen euch beiden alles erdenklich Gute in eurer Ehe.

wedding

Photo: The one and only Christophe Mortier – http://www.mortierphotographie.fr/ – il est vraiment impressionnant


Mein drittes grosses Abenteuer begann am 9. September. Kaum habe ich meinen Anzug verstaut, begann ich für mein Austauschsemester in Dijon zu packen. Und eins vorneweg – es wurde zu einem prägenden Erlebnis für mich, wird aber auch PLATTFORM in Zukunft beeinflussen. Hier die Eckdaten zu meinem Erasmus:

ERASMUS DIJON, FRANCE
Dauer 9. September 2014 – 20. Dezember 2014
Ort Dijon – Burgund, Frankreich
Schule École Supérieure de Commerce Dijon Bourgogne
Programm Master in Management
Sprache Französisch, teils Englisch
SENDENDE INSTITUTION
Heim FH Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Programm Bsc. Betriebsökonomie
Sprache Deutsch

 

Doch was hat nun mein Erasmus mit PF zu tun. Nun ja, im Gegensatz zur FH die ich in der Schweiz besuche, blickt die ESC Dijon auf eine sehr lange Tradition zurück. An der Fachhochschule gibt es vielleicht 1 – 2 richtige Vereinigungen. Mit Austauschsemestern kommt man kaum in Kontakt, da diese ausschliesslich in Englisch studieren. Ganz anders sieht das an der ESC Dijon aus. Von Beginn an hatte ich die Möglichkeit, viele Kontakte mit internationalen aber auch lokalen Studierenden zu knüpfen. So gilt die ESC Dijon als äusserst international. Während meinem Austausch habe ich Leute aus folgenden Ländern getroffen:

contacts_dijon

Als ob das nicht schon Inspiration genug wäre verfügt die Schule über ein riesengrosses Kultur- und Sportangebot. Ein ganzer Gebäudeteil der Schule wird den Studierenden-Organisationen überlassen und das, obwohl die Schule kleiner ist, als die FHNW. Die Kontrolle über all diese Organisationen übt die „Fédération des Étudiants“ aus. Auch sie besteht ausschliesslich aus Studierenden. Das hier sind meine Lieblings-Vereinigungen:

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Gangst’art: Das Kunst-Büro. Es besteht aus Studierenden aller Programme. Die meisten von ihnen interessieren sich für Musik, Tanz, Malen und Theater. Gangst’art hat sich während meinem Frankreichaufenthalt zum Favouriten entwickelt. Das Büro organisiert Jam-Sessions, verwaltet den Bandraum (!), studiert Theaterstücke ein oder führt Mal-Workshops durch. Mit dem Präsidenten der Organisation habe ich mich auf Anhieb verstanden. Wie alle anderen Mitglieder ist er sehr talentiert. Er singt Soul, spielt Gitarre und repräsentiert die Organisation mit einem unglaublichen Elan, was gelegentliche Noteneinbussen und Wiederholungsprüfungen zur Folge hat. Trotzdem hat er sich Zeit für eine kleine gemeinsame Jam-Session mit mir genommen.

Melting Potes: Da die ESC sehr viele internationale Studenten empfängt, wurde Melting Potes gegründet. Sie ist die Anlaufstelle für die Austauschstudenten und die Mitglieder zeichnen sich besonders durch grosse Offenheit und ihre Sprachkenntnisse aus. Melting Potes sorgt dafür, dass die „Internationalen“ sich an der Schule wie zu Hause fühlen. Ob Touren durch Dijon, Ausflüge in umliegende Städte oder grössere Reisen – dank Melting Potes haben die Exchange-Studierenden immer etwas zu tun und lernen sich besser kennen.

Men in Bl’ESC: Die MiB sind eine Art explosive Mischung aus Gangst’art und PLATTFORM. Obwohl ihre Veranstaltung etwas ausufernder sind als unsere, zeichnen sich die Mitglieder durch ein riesiges Organisationstalent aus. Die MiB haben an der Gala 2014 bewiesen, was Show ist. Sie haben die besten DJ’s und die grösste Menge an Flüssigem zur meiner persönlichen Party des Jahres kombiniert. Und wenn die MiB die grösste Halle Dijon’s (das Zénith) oder den besten Club mieten wollen, dann kriegen sie das auch… Sie entscheiden, wer wo in den Ausgang geht.

Andere: Desconnect (IT), Le Dijonnais (Gastronomie), Vignobl’esc (Wein), Dresc’ing (Mode), Campus Comedy Tour, Cap Voile (Segeln), Escuderia (Autos), Madn’esc (*extrem*-Sport), Express’ion (Magazin), Iradi’esc (Radio), Junior Enterprise & MS Developpement (Business), Solidaresto (Studierenden-Solidarität)… uvm…

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Interessant ist auch das demokratische System an der ESC. Bevor eine Liste eine Büro (Fédération, Sport, Kunst) für ein nächstes Jahr besetzen darf, muss sie eine Kampagne gewinnen. Für jedes der drei Büros gibt es zwei Listen. Ende Jahr können alle Studenten für eine der beiden Listen pro Büro wählen. Ein Beispiel war die eintägige Kampagne der Liste „ESC’Navy“, die insgesamt 6500 Euro gekostet hat. Die Liste hat trotzdem nicht gewonnen. Das, obwohl das Budget der anderen Organisation offensichtlich wesentlich tiefer war. Für mich war das ein Beweis, dass man auch mit einem kleinen Budget sehr viel bewegen kann.

Bei der Gala an welcher die Gewinner der Wahlen verkündet wurde, flossen unglaublich viele Tränen seitens der Listen-Mitglieder. Vor Freude, sowie auch vor Trauer. Denn die Zeit, die solche Kampagnen in Anspruch nehmen, ist enorm.

Was ich an der ESC in Sachen Kultur erlebt habe, war äusserst beeindruckend. Die Mitglieder der Vereine waren allesamt sehr engagiert und kreativ. Veranstaltungen orientierten sich strikt nach den Bedürfnissen der Gäste und können auch mal im „bescheidenen“ und spontanen Rahmen abgehalten werden.

Mindestens auf einen dieser zwei Punkte werde ich bei meinem Engagement für PLATTFORM im Jahr 2015 besonders acht geben.

Ich bedanke mich bei allen, die diese unglaublichen Erfahrungen ermöglicht haben.

Allen schöne Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2015.

Fabian Wyssmann, Präsident

 

 

 

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